Holzmarkt
(Stand 12.06.2026)
Aus dem erhofften Osteraufschwung wurde kurzfristig die Hoffnung auf einen Pfingstaufschwung. Beide Erwartungen erfüllten sich nicht. Der Mai war aufgrund zahlreicher Feier- und Brückentage zwar nur eingeschränkt aussagekräftig. Dennoch sorgte der Monat bei vielen Marktteilnehmern absatzseitig für Ernüchterung.
Binnen zwölf Monaten erhöhten sich aber die Rundholzpreise um 15 Prozentpunkte und mehr. Die Entwicklung zeigt eine wachsende Diskrepanz zwischen Rohstoffkosten und Erlösen bei den Endprodukten.
Die Unternehmen reagierten auf die schwächere Nachfrage. Geplante Produktionssteigerungen wurden verschoben. Andere Betriebe verminderten ihre Produktion zusätzlich. Brückentage, reduzierte Schichten und geringere Arbeitszeiten prägten im Mai die Einschnitts- und Produktionstätigkeit.
In Deutschland lag die Produktion bisher um 7 % unter dem Vorjahr. Setzt sich dieser Trend fort, werden heuer nur noch rund 19 Mio. m3 Nadelschnittholz erzeugt. Das entspräche einem Rückgang von mehr als 6 Mio. m3 gegenüber 2020. Beim Einschnitt wären das knapp 11 Mio. fm weniger.
In Süddeutschland sind aktuell Preisrückgänge von 3 - 8 €/fm zu verzeichnen. Die Preisspanne reicht von 123 bis 128 €/fm.
Mit einem geringeren Einschnitt nahm die Sorge um die Rundholzversorgung ab. „Bis August reicht es allemal. Und dann beginnen bald die kleineren Waldbesitzer wieder zu ernten“, lautet die Einschätzung am Markt. Aufgrund der guten Versorgung erscheint der zusätzliche Rundholzbedarf im Juli gering. Deutsche Sägewerke fordern für die anstehenden Quartalsverhandlungen deutlich niedrigere Preise. „115 statt 130 €/fm“ ist die Zielgröße. Die gewünschten Einkaufspreise läge damit rund 15 €/fm unter den Mai-Niveaus.
Quelle: Holzkurier
Fixlängen Fichte: 123,00 - 128,00 € BC, 2b ; Prognose bei den neuen Vertragsverhandlungen für Juli / August: 110 - 115 €/fm
(Kleinmengen– und Waldmaßabschlag wie gewohnt). Nutzen Sie für Kleinmengen die Sammellagerplätze (SLP). Namen deutlich anschreiben.
Langholz Fichte: € B, 2b momentan keine Vertragsmengen
Papierholz: UPM hat angedeutet, dass sie aktuell kein Papierholz benötigen! Mögliche Sommereinschläge bitte daher auf Herbst verschieben. Bitte immer vorher anmelden
→ Ansonsten ist eine Vermarktung (als ISN) nicht garantiert
Wichtig: nur mit 3 m-Längen bereitstellen; Zopf mind. (9-)10 cm i.R.; Mindestmenge 15 rm
2m Längen werden von UPM nicht mehr als Papierholz übernommen
Industrieholz IFK: “schlechtes Papierholz” oder Brennholz (24,00 € / rm)
Einheitliche Längen, am besten 2 m oder 3 m; 9 – 70 cm Durchmesser; Mindestmenge 15 rm
Momentan können wir die sehr hohe Nachfrage nicht bedienen
Hackmaterial: Preise je nach Menge und Güte: 1,0 € - 4,0 € /sRm (Fichte)
Achtung: Das Aushalten von Brennholz in Hieben führt zu minderwertigem Material. Die Einnahmen für die Abnehmer von schlechtem bzw. unbrauchbarem Material sind keinesfalls kostendeckend, mitunter ist sogar die Vermarktung nicht einmal gesichert.
- Solche Posten werden von unseren Abnehmern klar abgelehnt!
Deshalb möchten wir nochmals dringend bei der Bereitstellung von Hackmaterial auf folgende Mindestansprüche hinweisen:
- Hackgut besteht aus ganzen Gipfeln ohne lose Äste („Gipfelholz“)
- Holzanteil muss deutlich überwiegen vor dem Grünanteil
- Wenn Brennholz aus dem Gipfel geschnitten wird, ist der Holzanteil zu gering und das Hackgut minderwertig bzw. unbrauchbar